Mittwoch, 11. März 2015

Die Ninemetamorphose oder wie passen wir uns eigentlich an neue Lebensbedingungen an?



12 Monate Elternzeit – klingt wie eine ewig lange Zeit, ist es aber nicht. In genau 8 Tagen ist meine Vollzeit-Elternzeit schon wieder zu Ende. Aus diesem Grunde habe ich in den letzten Wochen noch so einiges unternommen. Hier ein Auszug als kleine Anregung für Euch: 

1. Spaziergang am Tegernsee bei herrlichem Sonnenschein, Mittagessen im Tegernseer Bräustüberl und anschließender Besuch der Therme Bad Aibling.


2. Kurztrip in die teure aber wunderschöne Stadt Zürich mit einem Abstecher in das Zoologische Museum (Eintritt kostenfrei).



 
3. Eine Tour aus dem Buch „Die schönsten Wanderungen mit Kinderwagen“ zur Albert-Link-Hütte am Spitzingsee. Mehr Infos zu netten Touren mit Kindern gibt es auch beim DAV!

4. Spritztour zum Olympiapark, Entenbesuch am Olympiasee, Besuch des Sea Life Centers und Essen beim Restaurant des Olympiaturms im EG (mit einer wunderschön entspannten Kinderecke!).
Es gibt einfach so viele schöne Unternehmungen in und um München, da bräuchte man noch vieeeel mehr Elternzeit ;-)

So kurz vor Theo’s  erstem Geburtstag komme ich nun direkt ins Grübeln. Vor knapp einem Jahr habe ich mich vom „Vollzeit-Arbeitstier“ in ein „Vollzeit-Mamatier“ verwandelt und ich muss sagen: diese Metamorphose ging ganz langsam von statten. Zunächst einmal musste ich mich vom getakteten Berufsalltag verabschieden. Servus, ihr Dienstreisen, ihr langen Tage vorm PC, ihr Zwangs-Kantinenesser und Stempeluhren-Anhänger. Plötzlich war ich einfach nur Mama. Ein wunderbares, aber auch gewöhnungsbedürftiges Gefühl. Meine Bedürfnisse rutschten erst einmal ganz weit nach hinten. Sobald dieser kleine „Theo-Wurm“ schrie, war nur eins wichtig: dieses unfassbare Wunder in meinem Arm zufrieden zu stellen. Manchmal reflektierte ich im Verlauf des letzten Jahres, was vor der „Nine-Mama-Zeit“ denn so mein Antrieb gewesen ist. Da waren zunächst einmal die betrieblichen Bedürfnisse ganz vorne. Wie stelle ich meine Kunden und meine Vorgesetzten zufrieden? Wie erreiche ich meine Zielvorgaben und wo soll es eigentlich hingehen auf der Karriereleiter? Schon krass, wie der Fokus sich verändert, wenn man eine Familie gegründet hat. Weniger wichtig sind die Fragen, die wir uns dann stellen aber aus meiner Sicht nicht, nur dass jetzt die Bedürfnisse unserer Liebsten ganz vorne stehen. Was macht unsere frisch gebackene Familie zufrieden? Wie erreichen wir unsere gemeinsamen Ziele und wo soll unsere Familienplanung eigentlich hingehen? Ich habe dieses eine Jahr wirklich sehr genossen, und war ebenso gefordert, wenn auch auf eine andere Art und Weise. Dennoch freue ich mich auch auf die Rückkehr in meine Teilzeit-Marketing-Welt. Ich hoffe sehr, dass ich den Work-Life-Balance Spagat meistern werde.
Den Blog hier führe ich auf jeden Fall weiter und berichte fleißig von meiner Bestzeit – ich bin zwar nicht mehr in Vollzeit-Elternzeit, aber meine beste Elternzeit, die hege und pflege ich weiter. Sie ist ja ein ganz zartes Pflänzchen, ich muss mich um sie kümmern, darf sie nicht vernachlässigen. Meine Bestzeit wird sich neu gestalten, sie wird sich in eine Arbeits- und Mamazeit verwandeln und wie unsere evolutionär angepassten Pflanzen wird sie sich an ihre Umweltbedingungen anpassen, um zu überleben. Seid gespannt ;-)

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